Toro Tormentos
Die Tanz- und Videoperformance „Toro Tormentos“ ist nur ein Bestandteil
des ca. 150 Exponate
umfassenden Stierzyklus.
Videomaterial von zahlreichen Spanienaufenthalten wird mit Anleihen aus
dem klassischen tamilischen
Tempeltanz verbunden.
Im Zentrum dieser Performance steht der spanische Stierkampf, der aus
zentraleuropäischer Sicht sehr brutal
und entsetzlich ist, aber einen wesentlichen Bestandteil der
südspanischen Tradition darstellt.
Die Dynamik des Kampfes, durch die filigranen und anmutigen
Tempeltänzerinnen dargestellt, wirkt zu der
experimentellen Gitarrenmusik von Helge Lange in hohem Maße entfremdend.
Die Choreografie von Weiland verbindet
alles zu einem neuen Ganzen und während Weiland die Frage nach den
wahren Inhalten von Leben, Tod und Opfer
stellt bezieht er gleichzeitig durch seine schonungslosen Bilder
Stellung,
gegen Quälerei und inszenierten Tod.